Montag, 25. Dezember 2023

Hallo Bobby!

Das Foto zeigt Bobby (auf dem Bild links), wie er grad von mir aus dem Tierheim abgeholt wird. Das war im April 2017. Heute, Ende Januar 2018, ist er sichtlich erschlankt, hat einen schweren Schlaganfall überlebt und ist inzwischen wieder topfit. Bleibt zu hoffen, dass er die Reise schafft. Angesichts seines mit etwa 10 Jahren schon fortgeschrittenem Alter wird es wohl sein erstes und auch letztes großes Abenteuer werden. Laut Tierheim hat er bis zur Einlieferung durch die Polizei nichts gutes erlebt. Trotzdem ist er immer zuversichtlich, positiv gestimmt und gut gelaunt. Auch wenn ihm durch seine Tollpatschigkeit einiges im Altag misslingt nimmt er dieses mit Humor und Würde. Ich drücke ihm auf jeden Fall die Daumen!

Montag, 8. Februar 2021

Unsere Wanderung ging nicht weiter...

... da Bob seine volle Leistungsfähigkeit nie wieder erreicht hat. Dies hat allerdings nichts mit seinem Gesundheitszustand von damals zu tun, sondern mit seinem Alter. Was es damit auf sich hat wird im vorletzten Absatz näher erläutert. Nur so viel: Er war bzw. ist viel älter als das Tierheim und ich angenommen hatten. 

Allerdings geht es meinem Schwarzfell nicht mehr besonders gut. Im Herbst wurde bei ihm Krebs festgestellt, bereits zum zweiten Mal. Konnte man beim ersten Mal noch operieren (Hodenkrebs), ist es diesmal (Analdrüsenkrebs) nicht mehr zu machen. Ist halt eine blöde Stelle, außerdem ist er mit inzwischen deutlich über dreizehn Jahren den Strapazen einer OP mit der einhergehenden Narkose nicht wirklich mehr gewachsen. Nun heißt es warten auf alles was kommt. Insgesamt gesehen geht es ihm aber bislang als Todkrankem nahezu unverschämt gut. Meine Angst ist es aber, dass er irgendwann mal Leid ertragen muss. Auf jeden Fall werde ich ihn durch die kommende Zeit und das Unvermeidliche begleiten.

 Sollte jemand die vorherigen Postings gelesen haben und dort eventuell auf ein anderes Alter von Bobby gestoßen sein: Wir haben jemanden getroffen, der ihn von klein auf kennt. Dieser Jemand hatte aus dem gleichen Wurf einen Hundebruder von Bob und war ein Nachbar von Bobbys Vorbesitzer. Damit hatte ich endlich mal ein paar Informationen über meinen tierischen Kumpel. Leider hat sich auch das mit der sehr schlechten Haltung bewahrheitet. Dem zufällig Getroffenen hatte Bobby es immerhin zu verdanken, dass er vor seinem Vorbesitzer quasi "gerettet" wurde und durch Tierschutz und Polizei in das Leipziger Tierheim gebracht wurde. Dort hatten Bob und ich uns dann getroffen. Auf jeden Fall freuten sich beide über das Wiedersehen, immerhin hatte sein Retter ihn immer wieder versorgt und rudimentäre Erziehung zuteil werden lassen. Und letztendlich wissen wir jetzt auch sein Alter. 

                         Aktuelles Foto von Bob im Februar 2021

Nun war ja mein Versprechen und Meinung gewesen dass ein Hund, der irgendwie zumindest zum Teil Labrador ist, wenigstens einmal in seinem Leben im Meer geschwommen haben sollte. Und das haben wir (fast) auch hin bekommen. Auf Grund der Wassertemperatur von etwa 3 bis 4 Grad war er zwar nur mit den Pfötchen in der Ostsee, aber immerhin. Doch dazu gibt es noch einen extra Beitrag: Bobby auf Usedom... 
 

 

  

Freitag, 25. Mai 2018

Aufbruch = Abbruch

Kaum begonnen ist unser Abenteuer auch schon wieder vorbei. Aber nur vorübergehend. Leider hat sich ergeben, dass der kleine Bobby doch nicht ganz so gesund ist wie ich gehofft hatte. Am Tag 2, nach etwa 30 Kilometer (insgesamt, nicht an dem Tag) zeichnete sich gegen Mittag ab, dass er nicht mehr so richtig weiter wollte. Er trug seinen Ringelschwanz auf Halbmast und lief nur gelangweilt geradeaus. Sehr ungewöhnlich für ihn. Wir haben uns dann eine Stelle zum rasten gesucht und unser kleines Lager an einer schattigen Bank in der Nähe von Rassnitz aufgeschlagen. Am nächsten Morgen fing Bob dann an, ungewöhnlich stark mit der Hüfte zu wackeln. Ausserdem blieb er ständig stehen und schaute mich traurig an. Wir haben dann von einer netten Dame in Lochau eine Tierarztpraxis in Ammendorf empfohlen bekommen. Diese haben wir dann nach einer weiteren Stunde erreicht. Das Ergebis: Stark erhöhter Blutdruck, viel zu schneller Puls und erhöhte Temperatur. Nachdem Bobby ein blutdrucksenkendes Spray auf seine rosa Waschlappenzunge gesprüht bekommen hat und nach einer Stunde Pause sind wir noch die 1,5 Kilometer zum Haltepunkt Ammendorf gelaufen und dann mit dem Zug über Halle HBF nach Hause gefahren. Auf der etwa einstündigen Fahrt erholte sich Bob langsam wieder. Gegen Abend wedelte er wieder vorsichtig mit dem Schwänzchen. Heute humpelt er kaum noch und macht fröhlich seine (zugegebener Maßen sehr kurzen) Gassirunden. Nun hatten wir vorab für ein solches Szenario einen Notfallplan vorbereitet; diesen werden wir nach der tierärztlich verordneten viezehntägigen Pause angehen. Dazu dann demnächst mehr.

Dienstag, 15. Mai 2018

Wann geht es denn nun endlich los?

Am Dienstag nach Pfingsten, ganz sicher! Oder vielleicht Pfingstmontag? Tatsache ist, alle organisatorischen Vorbereitungen werden morgen mit der Abgabe einer Einzugsermächtigung für die freiwillige Krankenversicherung abgeschlossen sein. Was meint der andere Wandersmann... äh der Hund?

"Rede nicht soviel sondern sieh zu dass du in die Puschen kommst. Wegen mir können wir sofort los!"

Mittwoch, 7. März 2018

Ausrüstung

Bei einer Wanderung von voraussichtlich 11 Wochen kam bei Gesprächen die Frage nach der Ausrüstung die ich mitnehmen würde. Wenn man Abends so beim Spazieren gehen die Gedanken schweifen lässt hat man perfekter Weise in seiner Fantasie alles dabei was man benötigt. In Wirklichkeit wird es so sein dass man einige potentiell wichtige Sachen vergisst (bin gespannt was es sein wird). Andererseits wird man einiges dabei haben, was man nicht ein einziges Mal braucht. Diese Gegenstände schleppe ich dann mit großem, persönlichen Energieaufwand quer durch Deutschland. Unangenehmer Gedanke.

Nach und nach werde ich hier einige Gegenstände vorstellen, die ich mitnehmen werde.


Elektrogeräte:

Wichtig erscheint mir, dass ich so wenige wie mögliche Stromfresser mitnehme. Tablet, Mobiltelefon, Powerbank, Taschenlampe und GPS-Empfänger, Kamera sowie Radio soll alles sein. Nun kann man argumentieren, das man eigentlich stattdessen nur ein Smartphone benötigt. Alles untergebracht in 330 Gramm. Gegenargument: Ich habe kein leistungsstarkes Smartphone und bin auch nicht gewillt, mir extra eines zuzulegen. Die einzelnen Geräte besitze ich bereits, sie sind erprobt, robust und können bis auf die Taschenlampe mit einem einzigen Standardbatterietyp betrieben werden. Das ganze wiegt dann etwa zwei Kilogramm, aber es ist kein Totalausfall zu befürchten und alle Geräte sind perfekt für ihren Zweck

Donnerstag, 1. Februar 2018

Wohin soll es gehen?

Orientierungslosigkeit ist die Mutter aller Abenteuer. Bobby und ich könnten einfach loslaufen, aber es gibt ein paar Orte die ich gerne einmal wiedersehen würde. Ich zähle hier mal den in etwa geplanten Streckenverlauf auf und werde diesen später als Karte nachreichen. Die größeren Städte werden wir auch nicht durchwandern sondern umgehen. Diese dienen nur zur Orientierung. Und mal ehrlich, was will man in Wolfsburg? Schrägedruckte Angaben sind übrigens Flüsse oder andere Gewässer.

 1. Leipzig (Start)                             16. Weser
 2. Halle                                             17. Aller
 3. Staßfurt                                       18.  Leine
 4. Oschersleben                             19. Bovenden
 5. Wolfsburg                                   20. Reyershausen
 6. Walsrode                                     21. Rhumspringe
 7. Verden (Aller)                            22.  Oderstausee
 8. Achim                                          23. Zorge
 9. Bremen                                       24. Nordhausen
10. Varel                                           25. Talsperre Kelbra
11. Jadebusen                                 26. Wallhausen
12. Wilhelmshaven                         27. Querfurt
13. Wangerland                               28. Schkopau
14. Neuharlingersiel                       29. Kollenbey (Saale-Elster-Aue
15. Brake (Unterweser)                  30. Leipzig (Ziel)

Die Strecke ist grob geschätzt 1300 Kilometer lang. Da wir allerdings nur knapp 3 Monate Zeit haben kann es knapp werden. Im Falle eines Falles werden wir etwa eine Woche vor Ablauf unseres kleinen Sabbaticals die übrig gebliebene Strecke zurück nach Leipzig mit dem Zug bestreiten. 

Hallo Bobby!

Das Foto zeigt Bobby (auf dem Bild links), wie er grad von mir aus dem Tierheim abgeholt wird. Das war im April 2017. Heute, Ende Januar 2...